Samstag, 3. August 2013

Sonntag, 7. Juli 2013

MindLog

: ...
: _
: __
: ___
: ____
:I/O ERROR
: # # # #
:REBOOT? Y/N

Mittwoch, 12. Juni 2013

als alle knospen aufbrachen um umzuziehen, verschwanden wasser und wind um ihnen zu folgen. sie ritten über wilde aktenberge und durchwanderten so manches finstere sommerloch.

Sonntag, 9. Juni 2013

Mittwoch, 5. Juni 2013

fotonachlese 2010_2011?









wer nicht hofft, der handelt

sie erdrückt mich mit ihrer liebe.
obwohl wir uns seltener sehen
ist sie präsenter den je.

ich rauche nurnoch selten, rauche um zeit fließen zu lassen.
damit sie und die zeit an mir vorbeifließen.
nähe.
vernähen.
es ist nicht unbedingt etwas gutes.
zumindest nicht für beide.
enttäuscht die einen, an ihren eigenen zielen gescheitert die anderen.

stille.
im kopf.
im herzen.
und druck auf dem kopf.
und druck auf dem herzen.

es schmerzt.
schmerzt es mir mehr als ihr?
ist das nicht egal?

sie drückt mich.
ich steche sie.
sie drückt mich fester.
ich steche sie fester.

es passt nicht zusammen.
ich zweifle.
am leben? an der liebe? an der hoffnung?
leere worte, weniger als phrasen.

wie kann ich von leben reden?
ich kann es nicht bestimmen.

wie kann ich von liebe reden?
man sollte öfter von liebe schweigen.
es ist - sicherer?

hoffnung?
ich hoffe.
ich bete.
ich lege mich in mein schicksal.

an der hoffnung zweifeln.vielleicht das beste.
wer nicht hofft, der handelt.

Dienstag, 4. Juni 2013

fragmente

glück tropft aus dem leib.
es ist das leben, das in den steinen verläuft.

leben tropft aus dem leib.
es ist das glück, das in den steinen verläuft.

---

dreh dich im kreis
dreh dich im kreis
ach wie gut, dass niemand weiß

"reiß dir einen arm aus und winke"

wenn jemand weiß
was er nicht weiß
ist er weise wohl zugleich

---

zwischen den sternen die gedanken steh'n
schließe die augen, dann kannst du sie seh'n

---

 mir fehlt nichts.
es ist das was ich habe, das mich bedrückt.

winter2.



winter.

winter.

...--...

Verrat! Er hallt durch die Gassen! Auf dem Boden, seht nur, das Blut! Das Blut! Es fließt wie ein Strom aus dem Haus am Marktplatz! Es fließt durch die Gassen, das Blut! Blut! Es klebt noch an dem Messer! Es klebt wie ein Gekko an der Scheibe!

alte bilder



Donnerstag, 23. Mai 2013

schuld

fresse herzen auf, verstümmele gedanken.
spüre trauer. spüre leere.
vergangenheit liegt wie ein schatten.
gegenwart will dass ich mich wehre.

zukunft - gibt es die für mich?
ungeschehen machen! unmöglich ist.
bis ans ende meiner tage.
ich will nicht sein.

ich will leben. kann es nicht.
sie drückt jeden tag fester.
sie wird jeden tag lauter.
bis alles um mich verklingt.

Sonntag, 19. Mai 2013

der schrei

die zunge wirft ihn fort.
er fällt gegen die wand.
und fliegt auf den boden.

er rappelt sich auf.
er sitzt im ohr.
er krabbelt hinauf.

er klopft an.
er klopft an.
er klopft an.

er wird nicht gehört.
er wird nicht gebraucht.
zerstört.

Freitag, 3. Mai 2013

freitag, 20130503

die woche mit dem feiertag ist fast zu ende.
es kommt besuch mit dem zug.

das wetter ist besser geworden.
aber es ist noch zu kalt um gemütlich draußen zu sitzen.

ich werde mir meine haare waschen.
und ins auto steigen.

krawall und feuerwehr erreichten mich heute nachmittag.
kein ort zum älter werden: ein ort zum altern.

"es zittern die morschen knochen"
lied der ss division parkinson.

auch fast 70 jahre nach dem zweiten weltkrieg nicht lustig.
wird auch niemals lustig sein.
wenn es lustig werden sollte, kann keiner mehr darüber lachen.

"die gedanken sind frei"
was für eine gequirlte scheiße.

Freitag, 26. April 2013

+1-2

:als durchbräche dein schall die welt
:hinter dem hof durch das fenster
:wo die fahrräder stehen und gestohlen werden
:
:als stiehle mir dein schall mein leben
:als wäre es nun stumm
:voll künstlicher gedanken
:ohne bezug zur existenz
:
:es ist, warum es ist.
:es ist vergangen. es ist - - -
:
:es ist wie dieses letzte leben.
:wie dieses letzte atmen staubiger luft
:das fliegt da durch rauchigen dunst.
:
:wo bin ich gewesen?
:
:so glücklich am streben.
:was bleibt: ein letzter hauch einer träne.
:
:"..."
:
:stille.
:
:.
:
:ende.

Mittwoch, 24. April 2013

weihnachten

Der Schnee ist erst seit wenigen Wochen geschmolzen, die Kälte langsam der frühlingshaften Läue gewichen - und doch muss ich heute unweigerlich an Weihnachten denken. Es gab heute weder Geschenke noch Familienstreit, aber das Datum von heute stößt einen förmlich auf dieses "christliche Lichterfest". Vor vier Monaten also war Heiligabend - in acht Monaten wird Heiligabend sein. Es wird wieder um Geschenke gehen, also um das, worum es Weihnachten scheinbar geht: Ein kapitalistischer Feiertag eben. Er lässt sich gut vermarkten - meine Frage: Hängen Feiertage als freie Tage heute davon ab, ob sie genug Gewinn generieren können?

Quasi als direkte Belohnung? Worum geht es an Feiertagen? Sicherlich nicht darum "zu feiern", sondern "etwas zu feiern" im Sinne einer Huldigung. Eine Huldigung, von der man sich einen persönlichen Mehrwert erhofft? Dienen und dienten die religiösen Feiertage etwa nicht dem Mehrwert, weniger Leiden/Misse im Jenseits/Diesseits/Nächsten Leben zu erleiden - durch das bewusste zelebrieren einer Feier? Eine Feier abhalten - feierlich - der feierliche Gottesdienst - Feiertag ungleich freier Tag, da Gottes-Dienst zum persönlichen Mehrwert? Welchen Einfluss hatte der Ablasshandel auf die Entwicklung des Kapitalismus, war er dessen Produkt? In welcher Relation steht der Ablasshandel zum Kapitalismus?

Sind Feiertage daher vom gleichen Charakter, da auch sie nur Mehrwert generieren wollen? Weihnachten damals: Jesus, der Erlöser - Glaube und erreiche die Existenz im Paradies, das in jedem Fall besser ist als die aktuelle Existenz.
Weihnachten heute: Konsum, die Lösung auf alle Probleme, konsumiere und schaffe ein besseres Morgen.

Jesus/Gott/Hl. Geist verhalten sich zum Christentum wie
Konsum zum Kapitalismus.

Sie sind die Pfeiler auf denen die Ideologie ruht.
Ohne J/G/HG kein Christentum, ohne Konsum kein Kapitalismus.

Kapitalismus kann man nicht Abschaffen, so wenig wie das Christentum.
Man könnte ihnen jedoch ihre scheinbare Grundlage entziehen.

Aber: Ist die Grundlage das Übel oder das daraus entwachsene Gebilde?

Schüfe man das Christentum ab, bliebe J/G/HG.
Schüfe man den Kapitalismus ab, bliebe der Konsum.

Gäbe es nicht alternative Konsummöglichkeiten die einen Kapitalismus nicht entstehen ließen?
Oder sind DIESE Ursache und DIESE Folge untrennbar durch kausale Ketten verbunden?

Gibt es einen Konsum ohne Kapitalismus? Und die Frage: Was ist überhaupt Konsum? Wie definiert man Konsum? Ist es Konsum, Lebensmittel zu erwerben - oder bezeichnet Konsum nur den unnötigen Erwerb unnötiger Dinge, was sich vielleicht vom biologischen Standpunkt am radikalsten definieren ließe. Dient Konsum allein der Freude? Dem verbessern der Lebensumstände im Jetzt?

Sonntag, 21. April 2013

sonntag

pfandflaschen in der küche und staub auf dem boden. wäscheständer ohne wäsche lehnt an der wand. gewürze. zigarettenstummel. ein ungemachtes bett. papier, kugelschreiber: leer. erste blätter an den zweigen von den ästen von den bäumen von den wurzeln. feuerzeuge: voll. kleiderschrank. fernseher. pfanne mit essen. geschirr ist abgewaschen. bald dreckig. dreckige wäsche im bad. dreckige fenster in den wänden. stumme instrumente. hunger. langeweile. waschmaschine läuft. sonntag.

Donnerstag, 18. April 2013

italien2013_2




der baum vor meinem fenster

hochgewachsen, frisst das licht,
vög'lein stummen - borke spricht
nester jung, mistel wächst schnell
hinter dem baum da ist es hell

hochgewachsen, frisst die sonne
vöglein schwirren wild umher
unten:wächst ein gräserheer
oben:  wirds ihm angst und bange

hochgewachsen, frisst die sterne
säuft das meer und auch den fluss
so hoch wie er bis heut entsprossen
er weiß, dass auch er brechen muss

italien2013




Dienstag, 16. April 2013

an henry t. zonze

ich vermisse dich
mein ruhiger geselle
schläfst vielleicht schon
in klammer erd

könnt ich dich doch
noch einmal sehen
bevor auch ich
mich schlafen leg

jeden heller wärs mir wert
soviel zeit die wir verbrachten
gemeinsam manche lange nacht

ich vermisse dich
mein ruhiger geselle
bitte gebe auf dich acht

Montag, 15. April 2013

draufsicht


hinter steinen
pfeift der wind

hinter steinen
pfeift ein kind

hinter steinen
ist der himmel blau

hinter steinen
liegt auf wiesen tau

doch ich - steh hinter der mauer und suche nach mir
doch ich - kenn mich genauer. ich bleib' noch länger hier.

hinter steinen
steht der mensch

 hinter steinen
stirbt der mensch

hinter steinen
sind ohren taub

hinter steinen
ist liebe raub

und ich - steh hinter der mauer und suche nach mir
und ich - kenn mich genauer. ich bleib noch länger hier.

und ich - steh hinter der mauer und suche nach dir
und ich - kenn mich genauer, wir bleiben länger hier.

Sonntag, 14. April 2013

abend

wenn die stimmen noch klingen
in den bäumen der stadt
wenn die sonne nicht mehr
als noch zwei stunden hat

ist's abend. und mich ziehts hinein
in die straßen
voller menschen,
doch bin ich allein

blick in gesichter
die da bald lachen
und schau auf münder
seh oft auch den rachen

die seele vermag man in den augen zu schau'n
wer nach ihr sucht - der mag sie finden
doch lass sie heute noch entschwinden

greif' nicht nach ihnen
es ist doch so schön
möchte heut nur den schein besehn

Mittwoch, 10. April 2013

Gedichte

als trögen die früchte gärten
voller hoffnung nun.
als trögen die früchte! "nun
fürchte dich!" so die gelehrten

-

die gärten verdorben
die wasser verrauscht
die liebe gestorben
die pfeife geraucht

die schatten im schwarzen
der kinder des lichts
was du nicht siehst
das fürchte nicht

die wolken verbrannt
der himmel ist heiter
hier auf dem boden
und hoch nun und weiter

der staub ist entwachsen
der staub stiebt entzwei
der staub fällt nach unten
- dann ist es vorbei
Ich möchte in der folgenden Zeit öfter schreiben.

Worüber?

Das weiß ich nicht.

Kommen Bilder hinzu?

Wortbilder?

Bilder.

Ja.

Und wann?

Demnächst.


Noch keine Antwort - aber vielleicht kommt sie ja noch.
Vielleicht kommt sie ja noch, die Antwort.
Die Antwort - vielleicht kommt sie ja noch.

Warten ist schlimmer als Sterben.
Denn der Tod ist gewiss, doch der Ausgang nicht sicher.

Dienstag, 9. April 2013

Erinnerungsgedöns

Drei Jahre ist der letzte Eintrag her. Drei miese Jahre. Die Haare sind länger geworden, dann wurden sie wieder kürzer. Der Sinn ist weniger geworden, verschwand in letzter Zeit ganz. Ich habe in ein paar Tagen Geburtstag. Wie viele muss ich davon denn nun noch erleben? In die Leere gesprungen und auf Beton gelandet - die Füße können wieder laufen, die Augen können wieder sehen, die Hände können wieder greifen, die Ohren können wieder hören; doch das, auf dem die Füße laufen schmerzt; doch das, was die Augen sehen, schmerzt; doch das, was die Hände greifen, das bricht; doch das, was die Ohren hören, ist Echo und Befehl, ist Vergangenheit vermengt mich Vergessenem. Ich, König und Herr meiner Tage lasse verlautbaren: Schäm dich. In den drei Jahren ist so viel geschehen. Zu viel. Und wenig gutes. Man kommt der eigenen Seele, der eigenen Psyche näher und entfernt sich immer weiter auf dem schmalen Grad zwischen Irrenhaus und gesellschaftlicher Theaterbühne von der Gegenwart. Ich, König und Herr meiner Tage, fühle mich eher als Sklave meines Besitzes im Geistigen wie im Wirklichen.


als zögen gedanken um die welt
und fielen in die münder
als ob sie wüssten wer wir sind
sind wir nur ihre kinder


als zögen gedanken um die welt
und fielen in die münder
als ob sie wüssten was sie sind!
sie sind nur unsre kinder!


als zögen gedanken um die welt
und vielen in die münder
als ob sie wüssten was sie sind:
sind wir nur ihre kinder?



 Ich, König und Herr meiner Tage, Sklave meiner Dinge, fühle mich fremd in meinem Haus. Fühle mich als Gast. Nicht willkommen. Und dennoch geschehen manchmal gute Dinge. Die Börek aufs Haus. Der Chai aufs Haus. Das alkoholfreie Hefeweizen aufs Haus. Und das an nur zwei Tagen. Kundengewinnung. Der Traum ist aus. Nett gemeint, aber: Arschloch!

Wo bin ich? Wer bin ich? Was will ich?
Wo bin ich? Was will ich? Wer bin ich?

Wer bin ich? Was will ich? Wo bin ich?
Wer bin ich? Wo bin ich? Was will ich?

Was will ich? Wo bin ich? Wer bin ich?
Was will ich? Wer bin ich? Wo bin ich?

Stellt man sich die Fragen nacheinander: Es verwirrt, die Reihenfolge scheint wichtig.
Aber sie ist irre-levant. Die Gleichzeitigkeit der Fragen, ihre simultane Beantwortung, ihre simultane Nicht-Beantwortung.

Wir sind Leere zwischen Atomen, Masse in Atomen, Quanten, Energie, Säure und sauer. Die Antworten sind wahrscheinlich alle falsch. Wahrscheinlich sind alle Antworten falsch. Wenn die Fragen falsch sind. Wir nehmen an, wir nehmen ab. Gibt es Seele? Gibt es das Universum? Gibt es uns? Sind wir Traum eines "Ewigen Schläfers"?

Warum falsche Fragen stellen und falsche Antworten produzieren? Lebt. Und benehmt euch.